Heimkommen

10 Jan

Seit November habe ich keinen Schger mehr in der Hand gehabt. Ich habe keine Blogs und keine Foren besucht. Ich habe nicht mal meine Golfzeitschriften gelesen, allenfalls oberflchlich durchgeblttert. Was war mit mir geschehen? Viele Geschftsreisen, viel Arbeit und dann die Weihnachtsfeiertage – es kam einiges zusammen und ich sprte eine mir fremde Distanz zum Golf. Nicht zum Spiel, sondern hinsichtlich meiner emotonalen Verbundenheit. Ich musste nicht mehr stndig daran denken, auf dem Fairway zu stehen oder die Bahnen hinunter zu blicken, um dann mit einem wohligen Gefhl einzuschlafen. Golf war irgendwie aus meinem Kopf.

Ich hatte das Glck, in der ersten Januarwoche Urlaub zu haben und da traf es sich gut, dass es in Berlin immer noch 9C hatte. Am letzten Freitag hatte ich mir vorgenommen, wieder eine Runde Golf zu spielen – vllig zwanglos, allein und (nach der Lektre eines Bob Rotella-Buches) ohne Scorecard.

Ich entschloss mich, den Platz des Potsdamer Golfclubs zu besuchen, den ich bis dahin noch nie gespielt hatte. Es war ein wenig regnerisch und ungemtlich draussen, auf dem Platz jedoch herrlich leer und meine Vorfreude stieg.

Der Platz und die Anlage gefielen mir gut und ich beherzigte meine Absicht, eine lockere Runde ohne Zhlen zu spielen. Was soll ich sagen, es war wohl meine beste Runde, die ich bisher spielte. Der Wind pfiff, der Regen fiel und die mrkische Vogelwelt machte mich glauben, ich wre auf einem Kstenplatz. Aber es ist schon komisch … da macht man sich Sorgen, dass einem das Spiel nicht mehr so wichtig erscheint und nun habe ich das Gefhl, einen Schritt nach vorn gemacht zu haben.

No comments yet

Leave a Reply