GC Budersand – Linksgolf auf Sylt

5 Sep

Es war mein erster Trip nach Sylt. Und was mir als erstes auffiel, war die grandiose Heidelandschaft, deren Farben sich ständig durch Wind, Wolken, Schatten und Sonne verändert. Allerdings ist Sylt in diesem Sommer auch sehr regnerisch gewesen, so dass ich mich als Glückspilz fühlte, als ich für den GC Budersand an der Südspitze Sylts einen perfekten Tag erwischte.

Ursprünglich hatte ich vor, die drei offenen Plätze der Insel zu spielen, was mir jedoch aufgrund der Witterung irgendwie nicht gelang. Mein Favorit – der GC Budersand – sollte es aber dennoch werden und so machte ich mich an einem herrlichen Nachmittag auf, das vermeintliche Schmuckstück zu geniessen. Golfbloggerin Kiki erlebte kurz nach der Eröffnung von Budersand noch einen etwas unfertigen Platz. Der Club hat es jedoch in der Zwischenzeit geschafft, die Anlage und die Grüns auf ein sehr gutes Niveau zu heben.

Der Course  schmiegt sich wundervoll in die Dünenlandschaft ein und vermittelt wirklich den Eindruck, nicht nach Irland fliegen zu müssen, um einen echten Linksplatz zu spielen. Tee 1 liegt etwas erhöht und ich bekam gleich zu Anfang einen schönen Blick über einen Teil des Platzes, der sich erst einmal zwar wunderschön, aber recht unaufgeregt vor mir ausbreitete.

Was es allerdings bedeutet Linksgolf zu spielen, spürte ich dann aber recht schnell. Was das Spiel besonders machte, war zu einem kleinen Teil der Wind, aber vielmehr die blinden Schläge und die ondulierten Fairways. Da glaubt man einen seinen gefadeten Drives sicher auf der Bahn, bis der Ball auf einer Welle landet und mit einer beherzten Richtungsänderung im rechten Heidegras verschwindet. Auf dem Grün angekommen habe ich dann vergebens nach eventuellen Pitchmarken gesucht, denn die Grüns waren bretthart, dafür extrem gut gepflegt und sehr schnell. Sehr nett fand ich aber auch, dass der eine oder andere Topfbunker per Treppe zu betreten war. Da wieder mit einem Mindestmaß an Ehre wieder heraus zu kommen, war herausfordern und angstschweistreibend zugleich.

Ich brauchte die ersten neun Löcher, um ins Spiel zu kommen. Zwar konnte ich den Platz und die Atmosphäre sehr geniessen, für mein eigenes Spiel konnte ich das allerdings auf den ersten Neun nicht behaupten. Auf der zehnten Bahn platzte dann der Knoten und es lief. Jetzt fing es auch an, richtig Spaß zu machen. Die Bahnen lagen wie wellige Teppiche zwischen den Dünen und ich fing endlich an, den Platz zu spielen und nicht zu bekämpfen. Es war herrlich. Zum Beispiel das fünfzehnte Loch, ein Par 3 in Richtung Nordsee oder die siebzehnte Bahn … ach was, sie waren alle schön.

Golfpunk lobt den GC Budersand ebenfalls in der aktuellen Ausgabe, hat sich aber beim Greenfee vertan. Für eine Runde muss man keine 210 Euro bezahlen, aber 70 bzw. 80 Euro muss man schon für die Runde hinlegen. Nicht gerade wenig, aber es war es wert.

 

GC Budersand
www.gc-budersand.de
18 Loch Links-Golf
Greenfee: 70 Euro / 80 Euro
Handicap: 28 oder niedriger

 

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